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Laser

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LASERANWENDUN IN DER ZAHNMEDIZIN

222Wahrend in den letzten die Technologie der Laser- und der Applikationssysteme eine deutliche Entwicklung durchlaufen hat, ist das klinische Indikationsspektrum jedoch kaum erweitert worden. Hohe Erwartungen der Patienten, ein zunehmendes Angebot an Dentallasern sowie ein sprunghafter Anstieg der Publikationen zu dieser Thematik erfordern eine wissenschaftliche Standortbestimmung.

 

 

 

 

333Fur Anwendungen im zahntechnischen Labor ist das Laserschweiβverfahren mit dem gepulsten Nd: YAG-Laser (1,06 μm Wellenlange) zur Anwendungreife entwickelt worden, und bietet sowohl dem Zahntechniker als auch dem Zahnarzt deutliche Vorteile u.a. bei der Herstellung und der Reparatur metallischer Prothesenteile.

Gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse und langjahrige klinische Erfahrungen liegen vor bei der cirurgischen Anwendung des cw-Nd:YAG-Lasers (1,06 μm Wellenlange) bei Patienten mit hamorrhagischen Diathesen oder thrombozytaren Defekten. Ein vorteilhafter Einsatz des cw-CO2-Lasers (1,06 μm Wellenlange) findet sich bei der lokalen Behandlung verschiedener Indikationen in der MKG-Chirurgie (z B. die photodynamische Therapie) befindet sich derzeit in experimenteller und klinischer Erprobung.

Zur Bearbeitung von Zahnhartsubstanz nicht ausschlieβlich thermischer Natur ist. So laeβt sich zur schmerzarmen Praeparation von Kavitaeten der Er: YAG-Laser (2,94 μm Wellenlange) einsetzen, erfordert jedoch im Vergleich zur konventionellen Therapie mit rotierenden Instrumenten einen groeβeren Zeitbedarf. Auf die Anwendung von Nd : YAG-, Dioden-und konventionellen co2-Lasern zur Kavitaetenpraeparation muβ verrzichtet werden. Allein durch Anwendung der Lasertechnologie ist eine Schmelzkonditionierung zur Aufnahmw adhaesiver Fuillungsmaterialien in der Praxis nicht moeglich. Die Eignung von Lasern zur selektiven Kariesentfernung wird derzeit experimentell erprobt. Beim Entfernen von rEstaurationsmaterialien mit Lasern gleich welcher Art Koennen gefaehrliche Rauchgase oder Daempfe entstehen. Die klinische Anwendung eines solchen Verfahrens stellt daher fuir den Patienten und den Behandler ein Sicherheitsrisiko dar.444

Das Ziel einer Caries-profunda-Behandlung, die Versiegelung bzw. die Sterilisierung der Dentinwunde und die Stimulierung der Reizdentinbildung, ist mit den heute zur Verfuigung stehenden Lasersystemen nur bedingt erreichbar, da die strukturellen Veraenderungen des Dentins infolge Laserbestrahlung nicht kontrollierbar sind.

Als endodontische Laseranwendung wird die Behandlung des Wurzelkanals experimentell untersucht. Waehrend die Aufbereitung eines Wurzelkanals z. Z. mit keinem Laser moeglich ist, kann unter Nutzung flexibler Faser die Keimzahl im Wurzelkanal im Anschluβ an eine mechanische Aufbereitung reduziert warden. Im Vergleich zur chemischen Desinfektion muβ allerdings die Praxisrelevanz dieser Methode hinterfragt warden. Eine hinreichende oberflaechliche Versiegelung des Wurzelkanals durch Verschmelzung der Dentinkanaelchen ist unter Praxisbedingungen nicht moeglich. Beidieser intrakanalikulaeren Applikation der Laserbestrahlung muβ mit einer potentiellen Schaedigung des Zahnhalteapparates gerechnet warden. Auch stellt die Entfernung im w urzelkanal abgebrochener Faserfragmente ein bislang nicht geloestes Problem dar. Laserassistierte endochirurgische Verfahren behinden sich z.Z noch in der klinischer Erprobung.

In der Parodontologie werden derzeit Laseranwendungen im Rahmen der Weichgebschrurgie, der faseroptische Bestrahlung von Taschen und der Behandlung sensibler Zahnhaelse diskutiert. Vor einer routinemaeβigen Anwendungdieser Laserverfahren sind die Fragen des Nutzens und moeglicher Nebenwirkungen abschlieβend zu klaeren. Hierzu zaehlen insbesondere Schaedigungen des Desmodonts und der Wurzeloberflaeche sowiedie nicht kontrollierbare Tiefenwirkung der Strahlung.

Zur Anwendung von Biostimulationslasern liegen derzeit keine kontrollierten Doppelblindstudien vor, die eine therapeutische Wirksamkeit der sog. ?Softlaser ? belegen koennten. Naturwissenschaftliche Beweise fuir reproduzierbare therapeutische Wirkungen der Laserkupunktur stehen bislang noch aus.

Neben den therapeutischen Laserapplikationen gibt es vielversprechende laserunterstuitzte fluoreszenzdiagnostische Verfahren im Bereich des Kariesmonitorings und der Tumordiagnostik, die sich in experimenteller und z. T. bereits in klinischer Erprobung behinden.

Aufgrund des speziellen Gefaehrdungspotentials der kohaerenten, monochromatischen Laserstrahlung sind bei allen Laseranwendungen, auch bei zahnmedizinischen, die im Medizinproduktegesetz (MPG 42/93/EWG) und in der Unfallverhutungsvorschrift ?Laserstrahlen ? (VBG 93) vorgesehenen Schutzmaβnahmen fuir den Patienten, den Behandler und das medizinische Hilfspersonal zu treffen. Laseranwendungen ohne Beachtung der fuir den genannten Personenkreis vorgeschriebenen Schutzmaβnahmen sind unverantwortlich und koennen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

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